Seeschlachten
Seeschlachten um Tobago
Am 23. Juni 1676 erklären die Holländer die Bucht „Rockly Bay“ zum Kriegsstützpunkt. Einige Monate später, im Dezember 1676, segelt der französische Admiral D’Estrees mit 10 Linienschiffen und 4 kleineren Schiffen von Brest los um Cayenne in Guyana sowie Maria Galante zurückzuerobern. Anschließend will er die holländischen Flotten zerstören und Tobago erobern. Diesen Schachzug erwartet der niederländische Admiral Jacob Binckes und verstärkt die Befestigungen beziehungsweise organisiert die Verteidigung.
Der Ausgang der Schlacht von „Roodklip Baai“ (Rockly Bay), bei der mehr als 2.500 Menschen umkamen, kann nicht eindeutig geklärt werden, da beide Seiten den Sieg für sich beanspruchen. Beide Parteien verloren während dieser Schlacht etliche Schiffe, wovon heute insgesamt 20 auf dem Boden des Scarborough Hafens verstreut liegen. Die Wracks wurden während Hafenbaggerarbeiten für den neuen Fährhafen entdeckt und erstmals 1990/91 archäologisch untersucht.
Legenden
Im Dutchman’s Reef liegt ein Wrack über dessen Alter und Herkunft sich viele Mythen ranken - Waren es Krieger? Waren es Händler? Warum sank das Schiff? Wie auch immer, die Kanonen sieht man schon in einem flachen Teil des Riffs. Alte Flaschen, Urnen, Scherben von Tongefäßen und andere Gegenstände wurden hier schon gefunden.
Der Name der beschaulichen Bucht „Bloody Bay“ im Nordwesten der Insel stammt aus einer Legende, die auf das Jahr 1666 zurückgeht und der zufolge Tobago Schauplatz einer großen Seeschlacht war. In der damals unter den Namen „Anse Erasme“ oder auch „Rash House“ bekannten Bucht traf der britische Admiral Sir John Harman mit seiner Flotte die Flotten von Frankreich und Holland und lieferte sich ein blutiges Gefecht. Es wird sogar erzählt, dass die Briten beiden Flotten so überlegen waren, dass sich das Meer im Sonnenuntergang rot verfärbte – während die Kanonen bis in die Nacht hinein schossen.
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